LET THE BOOTS DO THE TALKING

Wenn meine Boots sprechen könnten, sie würden sich furchtbar aufregen. Am frühen Nachmittag noch auf Hochglanz poliert, Abends dann mit Schlick und Schlamm besudelt. Das Kopernikus ist also nix für polierte Doc-Martens, aber einem Besuch sollte das nicht im Wege stehen.

Das erste mal war ich 2008 im Kopernikus. Ein schöner Tag, es gab irgendwann Pfeffi für Umme, ich glaub ich habe Pestpocken gesehen…irgendwann wurde es aber ungemütlich. Aber das war diesmal nicht zu befürchten, Oi-Polloi + Guest´s waren am 01.04 angesagt und ich hatte Bock auf Konzert.

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Der Weg von meiner „Gästewohnung“ bis zum Kopernikus war angenehm kurz. Nach nur einem 0,3er Pils waren wir schon dort. Was gleich auffiel, es wird eng werden. Da der Aussenbereich, auf Grund des Wetters, nicht offen war blieb nur der Thekenraum. Aber wenigstens bestand nicht die Gefahr zu frieren! Sehr positiv auch: 5 Oiro Eintritt und 0,70 Cent fürn Pils. Punker-Herz was willst du mehr?

Also relaxten wir ne Runde auf dem gemütlichen Balkon, der sich dann auch schnell füllte. Schön auch mal zu Kickern ohne gleich unmengen an Kleingeld ausgeben zu müssen, dass Ding nimmt kein Geld. Etwas Verwirrend waren die Aussagen zu den Vorbands. Erst waren es Drei an der Zahl, später keine mehr. Die nette Dame die das Bandessen machte erklärte mir es gibt hier keine Vorbands. „Aber wer spielt den da grade?“. Ich glaub es haben selten zwei Menschen so schwer aneinander vorbei geredet.

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Wie sich herraus stellte steckten Oi-Polloi noch irgendwo fest, erst die Band in Bremen, dann der Sänger in Edinburgh am Flughafen. Aber der Herr Bassist übernahm den Gesang und machte ne gute Figur dabei. Ich gestehe es war echt eng, es dauerte bis ich zum Tresen kam, es regnete Bier auf alles und jeden, das Schlagzeug hat den Gig fast nicht überstanden…es war also richtig gut. Platz ist in der kleinsten Spelunke!

Noch während Oi-Polloi spielten viel es den sympatischen Personen hinter´m Tresen schwer das Restgeld aus zu rechnen. Bei so krummen Summen auch keine Wunder. Witzig wurde es aber als das Wechselgeld alle war: „…und wie machen wir das jetz?“, „Du bekommst 12 Bier!“. So kam ich zu der fragwürdigen Ehre Freibier zu verteilen. Nachdem die Band auch welches abbekam und ich noch immer 4 Flaschen inner Tasche hatte war mein Karma wieder im reinen und ich fertig für den Heimweg.

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